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Spielt SEO für mein Unternehmen noch eine Rolle? Eine ehrliche Antwort aus der Praxis

Google, ChatGPT, KI-Antworten: Lohnt sich SEO noch? Ja, mehr denn je. Welche Stellschrauben heute zählen und was Sie riskieren, wenn Sie warten.

Daniel Miller9 Min. Lesezeit
Diese Frage stellen sich gerade viele Unternehmer: Lohnt sich SEO überhaupt noch, wenn Kunden jetzt ChatGPT fragen statt Google? Meine Antwort ist kurz: Ja. SEO spielt heute eine größere Rolle denn je. Nur nicht mehr in der Form, die viele noch im Kopf haben.
In diesem Beitrag erkläre ich, warum ich das so sehe, was sich tatsächlich verändert hat und an welchen Stellschrauben Sie drehen müssen. Und ich zeige Ihnen, was passiert, wenn Sie es nicht tun. Mit zwei echten Beispielen aus unserer Arbeit, inklusive Zahlen aus der Google Search Console.

Kurz gesagt: Ja, mehr denn je

Ihre Kunden suchen weiterhin. Sie suchen bei Google, in Google Maps und zunehmend fragen sie ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Egal wo: Am Ende werden einige wenige Unternehmen genannt. SEO ist die Arbeit daran, dass Ihres dazugehört.
Geändert hat sich nicht das Ziel, sondern der Weg dorthin. Wer das versteht, hat gerade einen Vorteil. Wer es ignoriert, verschwindet still und leise aus dem Blickfeld seiner Kunden.

Warum ich das so klar sagen kann

Ich bin seit sechs Jahren in der Suchmaschinenoptimierung tätig. Angefangen hat alles in meiner Ausbildung zum E-Commerce-Kaufmann. Meine Aufgabe damals: Produkte finden, die das Potenzial hatten, gefunden zu werden, und bei denen dieses Potenzial noch niemand ausgeschöpft hatte.
Danach habe ich drei Jahre lang Produkte bei Amazon, in zwei Onlineshops und auf der eigenen Website gepflegt. Das Ziel war immer dasselbe: gefunden werden und mehr verkaufen. Bei Amazon ging es um siebenstellige Umsätze, in den Onlineshops um sechsstellige.
Diese Zeit hat mir zwei Dinge beigebracht. Erstens: Amazon, ein Onlineshop, Google und heute ChatGPT funktionieren nach demselben Prinzip. Eine Plattform entscheidet, wen sie zeigt, und sie zeigt den, dem sie am meisten vertraut. Zweitens: Sichtbarkeit ist kein Selbstzweck. Ein Produkt auf Platz 1, das niemand kauft, bringt nichts.
Später habe ich im Bekanntenkreis begonnen, Websites zu optimieren und über SEO Anfragen zu generieren. Das lief so gut, dass daraus SeoWert entstanden ist, eine Agentur, die sich ausschließlich auf SEO konzentriert.

SEO oder GEO? Für mich ist das dasselbe

Seit KI-Assistenten Antworten geben, kursieren neue Begriffe: GEO (Generative Engine Optimization), AEO, LLMO. Manche behaupten, klassisches SEO sei damit erledigt. Ich sehe das anders.
SEO hatte schon immer ein Ziel: gefunden werden. Ob bei Google, in Google Maps, bei Amazon oder in einer KI-Antwort, die Frage bleibt dieselbe: Warum sollte gerade Ihr Unternehmen gezeigt werden? Was sich ändert, ist, wo man gefunden wird und welche Signale dafür zählen, auf Ihrer Website und außerhalb davon.
  • Auf Ihrer Website muss eindeutig stehen, wer Sie sind, was Sie anbieten, wo und für wen. Für Menschen und für Maschinen gleichermaßen.
  • Außerhalb Ihrer Website zählt mehr denn je, was andere über Sie sagen: Bewertungen, Einträge in Kartendiensten, Erwähnungen und Links von anderen Seiten.
  • Der Maßstab ist nicht mehr nur das Ranking, sondern die Frage: Werden Sie genannt, wenn Ihr Kunde nach einer Lösung fragt? Und wird aus dieser Sichtbarkeit eine Anfrage?
Sie müssen also nicht von vorn anfangen. Sie müssen den Fokus umstellen.

Zwei Beispiele aus unserer Arbeit

Haus des Lotus: Von 1–2 Anfragen im Monat zu wochenlang ausgebucht

Seda Schäfer-Demir ist Hebamme in Mönchengladbach und bietet unter dem Namen Haus des Lotus Schwangerschaftsmassagen an. Als sie zu uns kam, hatte sie keine Website. Pro Monat kamen ein bis zwei Aufträge herein, ausschließlich über Empfehlungen.
Wir haben Website, Texte, lokales SEO, Google-Unternehmensprofil, strukturierte Daten und eine Online-Terminbuchung aufgebaut. Die ersten Buchungen kamen bereits im ersten Monat. Heute sieht es so aus:
  • Platz 1 bei Google für „Schwangerschaftsmassage Mönchengladbach“ (Ø Position 1,4)
  • 43,3 % Klickrate auf diesen Suchbegriff, also fast jede zweite Person
  • 2.356 Klicks aus der Google-Suche in 12 Monaten
  • Teilweise mehrere Wochen im Voraus ausgebucht
Was ich daran zeigen will: Seda hatte echte Expertise und einen guten Ruf. Online war beides unsichtbar. SEO hat nichts erfunden, sondern sichtbar gemacht, was schon da war. Zur Fallstudie Haus des Lotus

Automobile Maier MSM: Neugründung gegen große Portale

Christian Maier hat seinen Autoankauf in Aachen neu gegründet: keine Website, keine Bewertungen, keine Online-Historie. Und das in einem der härtesten lokalen Märkte, in dem große Ankaufportale und Händlerketten seit Jahren in ihre Sichtbarkeit investieren.
Wir haben die komplette Präsenz von null aufgebaut: Website mit eigenen Leistungsseiten, ein Bewertungsformular als Anfragekanal, Google-Unternehmensprofil, identische Einträge bei Apple Karten, Bing und OpenStreetMap, Schema-Markup und gezielter Linkaufbau. Das Ergebnis nach den ersten zwölf Monaten:
  • Seite 1 bei Google für „Autoankauf Aachen“ (Ø Position 8,6)
  • 15.637 Impressionen und 515 Klicks aus der Google-Suche
  • Empfehlungen in KI-Antworten zu lokalen Suchanfragen, und auch über diesen Weg kommen Anfragen herein
Für mich ist das der beste Beleg, dass SEO und GEO dasselbe sind. Für die KI-Empfehlungen gab es keinen Sondertrick. Es waren dieselben Maßnahmen, die auch bei Google gewirkt haben: eine klare Website, einheitliche Daten und Vertrauen von außen. Zur Fallstudie Automobile Maier MSM

Die Stellschrauben, die heute über Ihre Sichtbarkeit entscheiden

Aus diesen Projekten und meiner Zeit im E-Commerce ergeben sich sieben Hebel. Keiner davon ist neu. Neu ist, wie stark sie zusammenspielen.

Eine Website, die eindeutig ist

Schnell, mobil, technisch sauber und eine eigene Seite pro Leistung. Wer nicht klar sagt, was er wo anbietet, wird weder von Google noch von einer KI verstanden. Mehr dazu in unseren Seiten zu On-Page-SEO und zu den Core Web Vitals.

Inhalte mit echter Erfahrung

Preise, Abläufe, Qualifikation, echte Fotos und echte Kundenstimmen gehören auf Ihre Website. Austauschbare Texte gibt es im Überfluss. Was zählt, ist das, was nur Sie sagen können. Mehr dazu: SEO-Content.

Die richtige Suche treffen

Sie müssen wissen, wonach Ihre Kunden suchen und was sie in diesem Moment wollen. Wer für eine Buchungsanfrage einen langen Ratgeber schreibt, geht leer aus. Mehr dazu: Keyword-Recherche und Suchintention.

Google-Unternehmensprofil und Kartendienste

Vollständig gepflegt und mit überall identischen Daten bei Google, Apple Karten, Bing und OpenStreetMap. Für lokale Betriebe ist das der schnellste Hebel. Mehr dazu: 9 Punkte, die lokale Betriebe oft übersehen.

Vertrauen von außen

Bewertungen, Erwähnungen und hochwertige Backlinks zeigen Google und KI-Systemen, dass andere Ihnen vertrauen. Bei Automobile Maier MSM war das der stärkste einzelne Hebel. Mehr dazu: Linkaufbau.

Strukturierte Daten

Schema-Markup sagt Suchmaschinen und KI-Systemen ohne Interpretationsspielraum, wer Sie sind, was Sie anbieten und wo Sie zu finden sind.

Sichtbarkeit, die konvertiert

Online-Buchung, ein kurzes Formular, eine klare Zusage. Bei Haus des Lotus ist es die Terminbuchung, bei Automobile Maier MSM die Preiseinschätzung innerhalb von 24 Stunden. Ein Klick, der nicht zur Anfrage wird, ist nur eine Zahl im Report. Das habe ich schon bei Amazon gelernt, und es gilt heute mehr denn je.

Für wen SEO jetzt besonders wichtig ist

Am deutlichsten sehe ich es bei lokalen Unternehmen: Handwerk, Praxen, Werkstätten, Dienstleister. Wer lokal sucht, will jetzt eine Lösung. Bei Google bekommt er eine Karte mit drei Einträgen, in einer KI-Antwort oft nur eine Handvoll Namen. Daneben ist kaum Platz.
Gleichzeitig ist der lokale Wettbewerb oft noch schwach aufgestellt. Viele Profile sind nur halb ausgefüllt, viele Websites sagen nicht klar, was der Betrieb wo anbietet. Wer jetzt anfängt, kann sich mit überschaubarem Aufwand eine Position sichern, die andere später teuer zurückerobern müssen.
Auch B2B-Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Leistungen und Mittelständler, die weniger von bezahlter Werbung abhängen wollen, profitieren stark.
Ehrlich gesagt gibt es aber auch Fälle, in denen professionelle SEO-Betreuung nicht der richtige erste Schritt ist. Etwa wenn niemand nach Ihrer Leistung sucht oder das Budget unter etwa 500 € im Monat liegt. Dann sagen wir Ihnen das im Erstgespräch auch so und zeigen Ihnen, was Sie selbst tun können.

Was passiert, wenn Sie nicht anfangen

SEO wirkt wie ein Zinseszins. Was ein Wettbewerber heute aufbaut, also Bewertungen, Links, Inhalte und Vertrauen, wächst Monat für Monat weiter. Wer zwei Jahre später startet, holt nicht zwei Jahre auf, sondern läuft einem wachsenden Vorsprung hinterher. Mehr dazu in unserem Beitrag zu Compound SEO.
Durch KI-Antworten wird das noch schärfer. Statt zehn Ergebnissen nennt eine Antwort oft nur wenige Unternehmen. Wer dort fehlt, landet nicht auf Seite 2, er kommt schlicht nicht vor.
Und Empfehlungen allein tragen nicht. Haus des Lotus lebte vorher von Mundpropaganda, und das bedeutete ein bis zwei Aufträge im Monat. Selbst wer Sie empfohlen bekommt, prüft Sie heute online. Findet er nichts Überzeugendes, ist er beim nächsten Anbieter.

Wo Sie anfangen sollten

Mein wichtigster Rat: Fangen Sie an, echte Ergebnisse und echtes Wissen zu zeigen, mit dem Ihre Kunden einen Mehrwert haben. Das ist die Grundlage für Google, für KI und vor allem für Menschen. Konkret:
  • Suchen Sie sich selbst. Geben Sie Ihre wichtigste Leistung plus Ihren Ort bei Google ein und stellen Sie dieselbe Frage ChatGPT. Tauchen Sie auf? Und wer taucht stattdessen auf?
  • Füllen Sie Ihr Google-Unternehmensprofil vollständig aus: Kategorie, Leistungen, Öffnungszeiten, echte Fotos. Das kostet einen Nachmittag und wirkt oft am schnellsten.
  • Zeigen Sie Ihre Ergebnisse. Projekte, Vorher-nachher, Kundenstimmen, Preise und Abläufe gehören auf Ihre Website.
  • Teilen Sie Ihr Wissen. Beantworten Sie auf Ihrer Website die Fragen, die Ihnen Kunden immer wieder stellen.
  • Vereinheitlichen Sie Ihre Daten. Name, Adresse und Telefonnummer müssen überall exakt gleich geschrieben sein.

Fazit: Das Ziel bleibt, der Weg ändert sich

SEO ist nicht tot, und es wird auch nicht durch KI ersetzt. Das Ziel ist dasselbe wie damals bei meinen ersten Produkten auf Amazon: gefunden werden, und zwar so, dass daraus Umsatz wird. Geändert hat sich, wo gesucht wird und welche Signale zählen.
Genau darauf konzentrieren wir uns bei SeoWert, und zwar ausschließlich darauf. Sie sprechen direkt mit den Menschen, die an Ihrem Projekt arbeiten, und wir messen den Erfolg an Anfragen und Umsatz, nicht an Rankings allein.
In einer kostenlosen SEO- und KI-Analyse zeigen wir Ihnen, wo Sie bei Google und in KI-Antworten stehen und an welchen Stellschrauben Sie zuerst drehen sollten. Jetzt kostenlose Erstanalyse anfordern
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